Altersvorsorge: Mehrheit tut zu wenig Studie: Mehr als zwei Drittel sparen weder privat noch betrieblich – Experten warnen vor Wohlstandseinbußen Von Ralf Blasig
BRAUNSCHWEIG. Die Mehrheit der Deutschen erwartet, dass die Renten nicht mehr steigen oder sogar sinken. Trotzdem sorgen sie nicht ausreichend für das Alter vor. Das belegt eine neue Studie. Experten aus unserer Region warnen vor Wohlstandseinbußen. Nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge haben zwei Drittel der 18- bis 49-Jährigen bislang nicht privat oder betrieblich vorgesorgt und planen dies auch nicht. Bei den 50- bis 65-Jährigen sind es 80 Prozent. Ähnlich hoch seien die Quoten auch in unserer Region, sagt Helga Siems, Spezialistin für betriebliche Altersvorsorge bei der Öffentlichen Versicherung in Braunschweig. Sie warnt vor den Folgen unzureichenden Sparens: "Dann muss ich im Alter meinen Gürtel enger schnallen." Annegret Willenbrink, Leiterin der Verbraucherzentrale in Wolfsburg, sieht ebenfalls Lücken bei der Altersvorsorge: "Viele Menschen machen sich noch nicht wirklich Gedanken." Ein Grund sei die Unübersichtlichkeit der Angebote. Vielen erscheine das Problem so komplex, dass sie es nicht angingen. Willenbrink empfiehlt, dennoch mit dem Sparen anzufangen – und sei es auf Tagesgeldkonten, auf denen das Geld verfügbar bleibt. Vor der Rente müssten aber Risiken abgesichert werden, die anders als das Alter aus heiterem Himmel kommen können: etwa durch eine Risikolebensversicherung für Familien. Mittwoch, 27.04.2005 Quelle: www.newsclick.de |